Chemnitzer Linuxtage 2009

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Talks

LXDE "Lightweight X11 Desktop Environment" – schneller, kompakter, weniger Ressourcenverbrauch

LXDE ist eine freie Desktop-Umgebung, das schneller und ressourcensparender als vergleichbare Systeme läuft. Der Name LXDE steht für Lightweight X11 Desktop Environment. Im Gegensatz zu anderen Desktop-Systemen wie KDE oder GNOME funktionieren die einzelnen Kompenenten in LXDE mit nur wenigen Abhängigkeiten voneinander. Das Projekt wurde 2005 von Hong Yen Jee aka PCMan, einem Hacker aus Taiwan, ins Leben gerufen und wird mittlerweile von einer internationalen Community entwickelt. Die meisten Distributionen bieten bereits LXDE-Pakete an. Fedora und Mandriva bieten bereits die Wahl von LXDE als Standarddesktop bei der Installation an.

Sonntag, 11:00, 15. März, Christoph Wickert/Mario Behling LXDE "Lightweight X11 Desktop Environment" – schneller, kompakter, weniger Ressourcenverbrauch

LXDE - ein schlanker Desktop nicht nur für Mini-Notebooks

Mit den speziellen Anforderungen der inzwischen sehr beliebten Mini-Notebooks und den daraus resultierenden Einschränkungen in Bildschirmgröße und Performanz hat sich LXDE als Alternative zu KDE und GNOME inzwischen weit verbreitet, der nur einen Bruchteil des Resourcenverbrauchs und der Startzeit der beiden "großen" Desktops hat, gleichzeitig aber kaum Wünsche offen lässt, da sich sowohl mit KDE- als auch GNOME-Applets integrieren lassen. Im Kurzvortrag wird LXDE vorgeführt, der auch als neuer Standard-Desktop in Verbindung mit compiz-fusion in Knoppix 6.0 verwendet wird, und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.

Samstag, 11.00 Uhr, 14. März, Klaus Knopper LXDE - ein schlanker Desktop nicht nur für Mini-Notebooks

Workshop

Samstag, 14.00-17.00 Uhr, 14. März, Workshop Marcus Schulderinsky: LXDE "Lightweight X11 Desktop Environment" – Wie übersetze ich LXDE-Komponenten?

Teil A: Wie installiere ich LXDE

  • Fedora
  • Debian
  • Ubuntu
  • Archlinux

LXDE-Komponenten

Hier stellen wir einzelne Komponenten und Konfigurationsmöglichkeiten vor:

PCManFM
die Funktionen und einmal alle Konfigurationen vorstellen
LXPanel
Konfiguration, Design und die Plugins
LXRandr
Bildschirmauflösung/Monitore einstellen: am Beamer
LXMusic
Musik abspielen, Einstellungen (Marcus)
GPicView
Bilder zeigen (Marcus)
LXAppearance
Themes/Icons/Schrift einstellen (Marcus)
ObC
Verhalten von Openbox konfigurieren

Teil B: Wie Übersetze ich LXDE-Komponenten

Im Workshop wird gezeigt wie Komponenten des Desktopsystems LXDE einfach übersetzt werden können. Hierzu stellen wir zwei Möglichkeiten vor. Zum einen zeigen wir wie Unterübersetzer am heimischen PC mit Offline-Übersetzungen machen können, zum anderen gehen wir Schritt für Schritt das Online-Übersetzer-Werkzeug Pootle durch mit dem Übersetzungen im LXDE-Projekt vorgenommen werden können. Die hier gewonnenen Kenntnisse sind auf einen Großteil von freien Softwareprojekten anwendbar. Die benötigten Programme für Übersetzungen stehen für die gängigen Plattformen zur Verfügung und können ebenfalls zunächst auf MSWindows-Rechnern ausprobiert werden. Weitere Fragen, die im Workshop behandelt werden sind: Was ist eine fuzzy Übersetzung? ...

Offline-Übersetzen
Hierfür stehen spezielle Sprachdateien zur Verfügung, die auf der LXDE-Website herunter geladen werden können. Die so genannten *.po/*.pot-Dateien dienen als Grundlage für Übersetzungen von Programmen in neue Sprachen und beinhalten Sprachinformationen einer Ausgangssprache (meist Englisch) und weitere Metainformationen. Im Workshop werden wir erklären, was ein *.po/*.pot-Datei ist und wie es genau verwendet wird. Mit dem Programm PoEdit werden folgend die *.po/*.pot-Dateien übersetzt. Dabei werden auch Einstellungsmöglichkeiten von PoEdit gezeigt. Abschließend werden die fertigen Übersetzungen mit dem LXDE-Tracker von dem Hostingdienst des LXDE-Quellcodes über einen Webbrowser hoch geladen. Das LXDE-Projekt nutzt den Webdienst Sourceforge. Für die kontinuierliche Arbeit und Möglichkeiten von Rückfragen ist ein SF.net-Konto zum Hochladen von Sprachdateien von Vorteil. [1]
Online-Übersetzen
Hierzu steht im LXDE-Projekt das Online-Übersetzungstool Pootle zur Verfügung. Mit Pootle können Sprachreihen mit Hilfe eines Webbrowsers, z. B. Firefox, über das Internet übersetzt und bearbeitet werden. Zunächst erläutern wir das Konzept des Onlineübersetzens. Es folgt die Einführung in Pootle. Schritt für Schritt führen wir in die Web-Oberfläche von Pootle ein, angefangen von der Anmeldung und Bestätigung der Anmeldung bis hin zur Übersetzung.
LXDE Translation Project
Abschließend stellen wir die Teilnahmemöglichkeiten im LXDE-Übersetzer-Projekt vor und zeigen Arbeitsweise und Kommunikationsmöglichkeiten für Übersetzer auf. Für das Translation-Projekt steht eine Koordinationsseite im englischen LXDE-Wiki zur Verfügung, ein Forum für Unterübersetzer sowie eine speziell eingerichtete Mailingliste. Für kurze Fragen gibt es einen Chatkanal.
Erwünschte Vorkenntnisse
Für den Workshop setzen wir ein grundlegendes Verständnis von Computern voraus. Teilnehmer sollten ebenfalls mit Browsern und dem Internet vertraut sein.
Benötigte Programme
Wenn möglich sollten die Programme bereits vor dem Workshop installiert werden. Dies sollte nach dem Download innerhalb weniger Minuten vonstatten gehen. Wir stellen die benötigten Programme ebenfalls auf einem USB-Stick zur Verfügung.
  • PoEdit
  • Browser
  • Subversion (SVN)
Sonstiges
Ein SF.net-Konto zum Hochladen der po-Dateien sollte vorhanden sein [2]. Ein Pootle-Konto zum Online-Übersetzen könnte auch schon im Voraus eingerichtet werden [3].
Links
LXDE Translation Project: http://wiki.lxde.org/en/Category:Translations
Inhalt des Vortrags: http://wiki.lxde.org/en/How_to_translate_LXDE_components

Teil C: Wie erstelle ich ein neues Theme für LXDE

Der Workshop zeigt, wie für die Arbeitsumgebung LXDE eigene Themes (Stile) erstellt werden können. Hierzu werden zunächst die drei Komponenten - GTK-Stil, Obenbox-Stil und freedesktop-Icons (Symbolgrafiken) - eines LXDE-Stils vorgestellt. Folgend erklären wir, wie die Themes im Einzelnen erstellt werden, angefangen von der Auswahl von Schriftgrößen, Typostilen, über Farben und Farbkombinationen bis hin zu Iconstilen. Anschließend zeigen wir, wo die Stile hoch geladen werden können und mit anderen geteilt werden können.

LXDE Design Project: Abschließend stellen wir die Teilnahmemöglichkeiten im LXDE-Design-Projekt vor und zeigen Arbeitsweise und Kommunikationsmöglichkeiten für Designer auf. Für das Designer-Projekt steht eine Koordinationsseite im englischen LXDE-Wiki zur Verfügung, ein Forum für Übersetzer sowie eine speziell eingerichtete Mailingliste.

Erwünschte Vorkenntnisse: Für den Workshop setzen wir ein grundlegendes Verständnis von Computern voraus. ....

Benötigte Programme:

  • Text-Editor
  • Gimp
  • Inkscape

Das in dem Workshop vermittelte Wissen ist ebenfalls auf andere Open-Source-Projekte und Desktops übertragbar.

Fragen und Antworten

Frage: Kann man Themes von GNOME auch in LXDE nutzen?

Antwort: Jein. Ein GNOME-Theme (index.theme) ist eine Kombination von GTK-Theme (Fensterinhalt), Icons und Metacity-Theme (Fensterrahmen), also z. B.

       $ grep Theme /usr/share/themes/Glossy/index.theme
      GtkTheme=Glossy
      MetacityTheme=Glossy
      IconTheme=gnome

Nach der Definition wären aber auch GNOME-Themes nicht GNOME-spezifisch, denn die eigentliche Arbeit ist ja nicht, eine Kombination aus drei anderen Komponenten zu erstellen, sondern diese 3. einzelnen Komponenten erstmal zu schreiben. Also dürfte man auch keinen Workshop "Theming GNOME" anbieten (bzw. der wäre nach 2 Minuten zu Ende) sondern müsste korrekterweise drei Workshops veranstalten: "Theming GTK", "Theming Metacity" und "Creating a freedesktop Icon Set", wobei die Icons sogar global nutzbar sind, also z. B. auch von KDE.

Somit wäre "Theming LXDE" also ein vollkommen legitimes Unterfangen, wenngleich das Wissen nicht LXDE-spezifisch ist, sondern auch für GTK und Openbox gilt. Das ist halt typisch Open Source - wir bauen auf anderem auf anstatt das Rad neu zu erfinden.

Links

Links für den Vortrag

Das sind die Links, die ihr während des Vortrags benötigen werdet: