User:LeahEstell44

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Kim Kardashians Idee, ihre figurformende Unterwäschelinie "Kimono" zu nennen, war offensichtlich keine ihrer besten. Ihr eigener Vorname versteckte sich darin, okay. Doch viele Japaner empfanden den Markennamen als beleidigend, geht es doch um ein traditionelles japanisches Gewand mit einer jahrhundertealten Geschichte und großer kultureller Bedeutung. Und das hat mit Unterwäsche eher wenig zu tun. Der Bürgermeister der alten japanischen Kaiserstadt Kyoto meldete sich zu Wort und bat die Unternehmerin "die Entscheidung nochmals zu überdenken". KimOhNo Kritiker ihrem Unmut Luft. Nun hat Kardashian sich dem Druck gebeugt und beschlossen, sich einen anderen Namen zu überlegen. In all den Jahren als Unternehmerin sei sie stets in direktem Kontakt mit ihren Fans und der Öffentlichkeit gewesen, schreibt der Reality-TV-Star bei Instagram. Being an entrepreneur and my own boss has been one of the most rewarding challenges Ive been blessed with in my life.


Whats made it possible for me after all of these years has been the direct line of communication with my fans and the public. I am always listening, learning and growing - I so appreciate the passion and varied perspectives that people bring to me. When I announced the name of my shapewear line, I did so with the best intentions in mind. My brands and products are built with inclusivity and diversity at their core and after careful thought and consideration, I will be launching my Solutionwear brand under a new name. I will be in touch soon. Thank you for your understanding and support always. Der Name für ihre Shapewear-Kollektion sei "mit den besten Absichten" gewählt worden. Nach "reiflicher Überlegung" habe sie nun entschieden, die Kollektion unter einem anderen Namen herauszubringen. Welcher das sein wird, verriet die 38-Jährige gleichwohl noch nicht. Bereits im vergangenen Jahr, kurz nachdem das Klatschportal "TMZ" den Eintrag ins Markenregister veröffentlicht hatte, war unter Social-Media-Nutzern ein Streit darüber ausgebrochen, ob es sich dabei um eine Form der kulturellen Aneignung handele oder nicht. Der Vorwurf: Kim Kardashian hat - außer einer Urlaubsreise im März 2018 - keinerlei Verbindungen zu Japan und seiner Kultur vorzuweisen. Deshalb sei die Namenswahl respektlos.


Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sprach von einer "brutalen Messerattacke": Ein 19 Jahre alter israelischer Soldat ist nach Angaben der israelischen Armee bei einem Anschlag im besetzten Westjordanland getötet worden. Sicherheitskräfte fanden die Leiche des jungen Mannes im Bereich Gusch Etzion südlich von Jerusalem. Der Körper des jungen Mannes habe mehrere Stichverletzungen aufgewiesen, teilte das Militär mit. Eine Armeesprecherin sagte, das Opfer habe zur Tatzeit zivile Kleidung getragen. Armee, Polizei und Geheimdienst suchten anschließend nach dem Täter. Laut Medienberichten gehen die Sicherheitskräfte davon aus, dass es sich um den Anschlag eines Palästinensers handelt. Als Reaktion auf den Angriff kündigte die Armee die Entsendung weiterer Truppen in das Gebiet an. Militante Palästinenserorganisationen lobten den Anschlag, bekannten sich aber nicht dazu. Die radikalislamische, im Gazastreifen herrschende Hamas sprach von "unseren heldenhaften Widerstandskämpfern". Israel hatte das Westjordanland 1967 im Sechstagekrieg erobert. Es gehört zu den Gebieten, auf denen die Palästinenser einen eigenen Staat errichten wollen. Eine Armeesprecherin sagte, bei dem Opfer handele es sich um einen Studenten einer jüdischen Religionsschule (Jeschiva). Er sei noch am Anfang seines Militärdienstes gewesen. Netanyahu legte am Donnerstag auch den Grundstein für den Bau von weiteren 650 Wohnungen in der israelischen Siedlung Beit El im nördlichen Westjordanland.


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Das Rätselraten über das Schicksal der amerikanischen Flugpionierin und Frauenrechtlerin Amelia Earhart geht in die nächste Runde. Der emeritierte Anthropologe Richard Jantz veröffentlichte in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Forensic Anthropology" eine Studie, die die 1940 auf dem Pazifikatoll Nikumaroro gefundenen Knochen der verschollenen Pilotin zuordnet. Amelia Earhart ist eine Legende: Als erste Frau überhaupt überquerte sie 1932 den Atlantik im Alleinflug. Sie flog auch als erster Mensch von Hawaii über den Pazifik nach Kalifornien. Die Debatte, ob das 1949 entdeckte unvollständige Skelett von Earhart stammen könnte, wird seit dem Tag des Fundes geführt. Die Finder hatten sieben der Knochen vermessen und das Skelett dann zur weiteren Analyse auf die 2000 Kilometer entfernten Fidschi-Inseln geschickt.


Dort aber gingen sie verloren - der Fund ist bis heute so verschollen wie Earhart. Was blieb, waren die Messungen, und die ordnete man in den kommenden Jahrzehnten im steten Wechsel Earhart oder irgendeinem unbekannten Mann zu. Der Grund dafür: die Längen der Knochen. Zu lang für eine Frau seien die, befanden mehrere Expertisen. Keineswegs, befand eine andere Studie schon 1998. Earhart sei eine große, langgliedrige Person gewesen, die Knochenlängen entsprächen da den Erwartungen. Der Autor dieser 20 Jahre alten Studie, die damals die Debatte auch nicht beenden konnte: Richard Jantz. Für den Anthropologen ist das Schicksal Earharts offenbar ein Thema, das ihn auch nach Ende seiner Berufslaufbahn nicht loslässt.


Mit einer neuen Analyse der alten Messdaten versucht Jantz nun, seine Einschätzung von 1998 einmal mehr zu belegen. Sein Trick: Er zäumte das Pferd von hinten auf. Statt zu versuchen, die Knochenmaße direkt Earhart zuzuordnen, versucht er, andere Zuordnungen durch einen Vergleich mit den Knochenmaßen anderer Menschen auszuschließen. Zunächst schließt er aus, dass die Knochen anderen Menschen, die auf oder in der Nähe des Atolls ums Leben gekommen sein könnten, gehörten: Earharts Co-Pilot fällt wegen seiner Größe aus, bekanntermaßen dort gestorbene oder verschollene US-Soldaten ebenfalls. Auch im Vergleich mit dokumentierten Knochen von Menschen mikronesischer oder polynesischer Herkunft seien die Funde von 1940 eindeutig eher einem "amerikanisch-europäischen" Typus zuzuordnen.


Darauf deuteten auch Sachfunde wie Kleidungsreste und Teile von Gegenständen hin, die sich im Umfeld der Knochen fanden. Den Wahrscheinlichkeitsnachweis sucht Jantz dann, indem er die Maße der angeblichen Earhart-Knochen mit denen von 500 zufällig aus einer 2775 Personen umfassenden anthropologisch-forensischen Datenbank vergleicht. Und siehe da: Die Knochenfunde von 1940 passten besser zu Earhart als zu 99 Prozent der Personen aus dieser Vergleichsgruppe. Damit, findet Jantz, deuteten die Daten "sehr stark darauf hin, dass die Knochen von Earhart stammen". Dass Earhart einst tatsächlich auf dem Atoll Nikumaroro notgelandet ist, dafür sprechen andere über Jahrzehnte zusammengetragene Funde. Amelia Earhart versuchte 1937, mit einem Co-Piloten als erster Mensch die Welt entlang der Äquatorlinie zu umrunden.


Sie verschwand, als sie den größten Teil der Reise bereits hinter sich hatte. Am 2. Juli 1937 startete sie von Neuguinea aus den Versuch, den Pazifik zu überqueren - die letzte Etappe des spektakulären Fluges. Man hörte nie wieder von ihr. Drei Jahre später wurden auf Nikumaroro, einem kleinen Atoll zwischen Kiribati und Tuvalu, knapp unterhalb des Äquators und exakt auf östlicher Linie von Neuguinea, die Knochen gefunden. Gesucht hatte man dort, weil in der Woche nach Earharts Verschwinden ein Suchflugzeug eine Art Biwak auf dem Atoll gesichtet haben wollte. Überlebten Earhart und ihr Co-Pilot dort einen Absturz? Erste Suchen blieben erfolglos, [https://matterhorn-moda.de/ Matterhorn großhandel] doch immer wieder kehrten Forscher auf die Insel zurück, um nach Spuren, Überresten und dem Wrack von Earharts Flugzeug zu suchen. 1940 wurden sie fündig: Ein Damenschuh, eine Kiste und die Knochen wurden gefunden.


In späteren Jahren kamen ein Damenschuh aus den Dreißigern dazu, wie auch Earhart sie gern trug, Werkzeug, alte Kosmetika, Teile von Männer- und Frauenkleidung. Auf die eine oder andere Weise gelangten all diese Dinge irgendwann in den Dreißigern auf das Atoll. Doch nichts davon ließ sich absolut eindeutig Earhart oder ihrem Co-Piloten Fred Noonan zuordnen. Auf der anderen Seite fand man aber auch nichts, was nicht zu Earhart und Noonan gepasst hätte - ein klassischer Indizienbeweis. Dass der immer noch als umstritten gilt, liegt vor allem daran, dass es eben auch andere Theorien gibt. Earhart, einem wahren Popstar der Dreißiger, einer Ikone der Frauenbewegung, wird auch unterstellt, möglicherweise zur Agentin geworden zu sein - möglicherweise im Dienste der Japaner. Die, so eine populäre These, könnten sie 1937 auf Nikumaroro oder einer anderen Insel geborgen haben. Hier gerät die Geschichte zur Räuberpistole: Es gibt die auf Fotos gestützte, inzwischen als falsch erkannte Behauptung, sie sei unter falscher Identität möglicherweise als Spionin in die USA zurückgekehrt. Sachlicher ist da schon die These, sie könne mit Noonan in japanische Gefangenschaft geraten und dort gestorben sein. Anthropologe Jantz gleich zu Beginn seiner aktuelle Studie. Für ihn aber zählen nur die Messdaten der ursprünglichen Knochenfunde. Die passten zur Pilotin, konstatiert er, und zudem besser als zu den meisten Vergleichspersonen.


Der US-Popstar Beyoncé zählt zu den erfolgreichsten Musikern weltweit und hat bereits 23 Grammys gewonnen. Nun hat Adidas sie als Designerin für Schuhe und Kleidung gewonnen. Die Kooperation mit Adidas bezeichnet Beyoncé als "Partnerschaft ihres Lebens". Als "kreativer Partner" will sie sowohl Sport- als auch Alltagskleidung für den Sportartikelkonzern entwickeln. Seit ein paar Jahren ist die Sängerin auch im Modegeschäft tätig. Beyoncé und Adidas teilten die gleichen Werte wie Kreativität und Gerechtigkeit und seien beide überzeugt davon, dass Sport das Leben verändern könne, so das Dax-Unternehmen. Gleichzeitig soll mit dieser Kooperation die eigene Modemarke von Beyoncé "Ivy Park" relauncht werden. Der US-Superstar gründete das Label 2016 und bleibt auch zukünftig alleinige Inhaberin der Firma. Damit ist sie eine der ersten schwarzen Frauen, die ein eigenes Modelabel führen. Anleger zeigten sich von der Kooperation angetan. Die Aktie des Dax-Konzerns zog am Freitagmorgen auf ein neues Rekordhoch und war zeitweise mit 226,40 Euro so teuer wie nie zuvor. Oje, was macht denn der Gatte? Der Sportartikelkonzern mit Sitz im bayerischen Herzogenaurach arbeitete zuvor mit Rapperin Missy Elliot, Kanye West und Pharrell Williams zusammen. In der Kooperation mit Beyoncé sehen Analysten jedoch besonderes Potenzial. Christian Salis von Hauck & Aufhäuser schätzt, dass die Zusammenarbeit einen neuen Wachstumszyklus bei Adidas anstoßen könnte.


Rainer Hillebrand residiert in einem architektonischen Klotz, allein der Eingangsbereich ist enorm. Es geht vorbei an einem Empfangstresen, durch Sicherheitsschleusen, über Rolltreppen hinauf und riesige Flure entlang. In der Vorstandsetage werden die Gänge noch breiter. Dort hockt in einem Glaskasten ein Pförtner in Livree. Hillebrand ist bei Otto für das Internetgeschäft zuständig. Er ist stellvertretender Vorstandschef und ein zupackender, direkter Typ. Er zieht gleich das Sakko aus, legt die Unterarme auf den Tisch und presst die Hände zusammen. Noch bevor man sich richtig vorstellen konnte, ist es schon klar, weshalb sich der Versandriese so schwertut. Es ist dieser Apparat. Diese Flure und die langen Wege, das ganze aufgeblähte Drumherum.


Der Apparat kostet Geld, das immer schwerer zu verdienen ist. Den Otto-Konzern gibt es seit fast 63 Jahren, 53 000 Menschen arbeiten für ihn. Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um bescheidene 1,7 Prozent, der Gewinn schrumpfte. Viele Mitarbeiter waren schon an Bord, als die Waren noch ausschließlich in dicken Katalogen angepriesen wurden und das Internet noch gar nicht erfunden war. Amazon gibt es erst seit 18 Jahren, gegründet von Jeff Bezos, der von Anfang an nur ein Ziel hatte: der größte Händler der Welt zu werden. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile 65 600 Leute, vor einem Jahr waren es noch 37 900. Im ersten Quartal konnte der Konzern seinen Umsatz um 34 Prozent ausbauen. Der Gewinn fiel zwar. Aber der Gewinn von heute spielt für Bezos keine große Rolle.


Er investiert so viel Geld wie möglich in die Zukunft, in neue Lager, vor allem aber in Computer und Rechenzentren, nicht in Flure und lange Wege. Die Technik hat bei Amazon längst die Aufgaben übernommen, die bei Otto noch Menschen erledigen. Computer ziehen aus dem Verhalten von Millionen Kunden viel schneller die richtigen Schlüsse. Algorithmen reagieren automatisch, wenn die Konkurrenz die Preise senkt. Sie rechnen genauer aus als jeder Mensch, was der Kunde vermutlich haben möchte. Selbst Kunden-Mails beantworten die Computer mittlerweile zuverlässig. Der Kampf Amazon gegen Otto ist auch der Kampf von Maschine gegen Mensch. Rechner gegen Händler, Bits gegen Beratung.


Hillebrand. Deshalb gebe es bei Otto noch den Außendienst, die Callcenter, die Produkthilfe am Telefon. Lange Zeit waren die Hamburger Versandspezialisten mit ihrer Strategie sehr erfolgreich. Es gelang ihnen viel besser als den Quelles und Neckermanns, aus Katalog-Kunden Online-Konsumenten zu machen. So wurde aus dem traditionellen Versender der zweitgrößte Internethändler der Welt. Aber dem Konzern fällt es schwer, Schritt zu halten mit dem mörderischen Tempo, das die jungen Konkurrenten aus dem Netz vorgeben, allen voran Amazon, aber auch Start-ups wie der Schuhversender Zalando. Schon heute macht der Online-Handel knapp sieben Prozent des Umsatzes im Einzelhandel aus. Bis 2020 soll sich der Anteil mindestens verdoppeln, prognostiziert Gerrit Heinemann, Professor an der Hochschule Niederrhein und einer der wenigen deutschen Experten.


Viele etablierte Firmen werden dabei auf der Strecke bleiben. Angeschlagen sind etliche schon heute. Die Elektronikmärkte Saturn und Media-Markt verlieren Kunden, weil die sich in ihren Filialen häufig die Produkte nur noch anschauen, um sie dann im Internet billiger zu bestellen. Der Schuhhändler Görtz muss Filialen schließen, junge Frauen lassen sich lieber von Zalando (Werbeslogan: "Schrei vor Glück") beliefern. Amazon ist hierzulande der größte Buchhändler geworden, weshalb selbst die Thalia-Kette in ihren zu großen Läden zunehmend Nippes verkauft. Natürlich lässt sich nicht die ganze Misere des Handels allein aufs Internet schieben. Karstadt krankt vor allem an Fehlern des eigenen Managements, des früheren wie des aktuellen. Der traditionsreiche Versender Neckermann war schon scheintot, als seine neuen Besitzer die waghalsige Idee entwickelten, ihn als Online-Händler zu neuem Leben zu erwecken. Die Insolvenz vergangene Woche war unvermeidlich.


Die Otto Group hat im Vergleich zu diesen Konkurrenten vieles richtig gemacht - und sieht sich dennoch einer wachsenden Gefahr ausgesetzt. Otto könnte ein Musterfall für die Frage werden, welche Chance der klassische Handel überhaupt noch hat. Wer, wenn nicht Otto, kann eine Antwort finden? Um sich zu wappnen, hat sich das Unternehmen mit einer ganzen Schar von Beratern und Digitalagenturen umgeben. In Berlin steckte der Konzern 50 Millionen Euro in die Neugründung einiger E-Commerce-Freaks, die vorher für die Zalando-Gründer, die Samwer-Brüder, gearbeitet haben. Mit Bordmitteln allein, das haben sie bei Otto begriffen, wird es der Konzern nicht packen. Darum die vielen jungen Leute, von denen Hillebrand "jeden Tag etwas Neues lernt".


Einer von ihnen ist Tarek Müller. Der 23-jährige Jungunternehmer mit Rastalocken besitzt eine Agentur für digitale Geschäftsmodelle, mit heute 70 Angestellten in Hamburg, Darmstadt und Kiel. Im Herbst wird er ein Büro in San Francisco eröffnen. Empfang, Rolltreppe und Pförtner hat er nicht. Müller sitzt im Konferenzraum seiner Firma vor einer Wand aus Glasbausteinen. Tisch und Stühle, das "ganze Zeug", wie er sagt, hat er bei Ebay für nicht mal hundert Euro ersteigert. Müller war 16, als er einen Online-Shop für Wasserpfeifen aufbaute. Er zog das Geschäft zwischen Matheunterricht und Fußball durch, hatte rasch das größte Angebot im Netz und am Ende monatliche Umsätze von ewa hunderttausend Euro. Allerdings hatte er keine Ahnung davon, was Unternehmertum bedeutet.


Er hatte sich weder mit Zollrecht beschäftigt noch mit Bilanzen und Steuern oder mit der Notwendigkeit, Rücklagen zu bilden. Irgendwann schlug alles über ihm zusammen - und das Finanzamt zu. Mit 18 saß Müller auf Schulden von 150 000 Euro. Er erzählt die Geschichte gern, zumal sie nicht mit der Pleite endet. Er hat sich da rausgeackert und ein neues Internetunternehmen aufgebaut. Heute pendelt er zwischen den Chefetagen deutscher Großkonzerne und gilt als einer, der weiß, wie im Internet Geld zu verdienen ist. Zu den Kunden seiner Firma Netimpact zählen Medienkonzerne wie ProSiebenSat.1, Bauer und Axel Springer, Werbeagenturen wie Kolle Rebbe und vor allem Handelsriesen wie Otto. Hillebrand arbeitet gern mit Müller zusammen. Müller hat kein Diplom, keinen Doktor und keinen Master of Business Administration wie die Leute, mit denen er es auf den Vorstandsetagen zu tun hat.


Hillebrand ist mehr als doppelt so alt wie Müller und, anders als der, nicht mit dem Internet aufgewachsen. Er ist in diese Welt eingewandert, und so lässt er sich manches erklären von dem Jüngeren, der so ganz anders rangeht an die Dinge, als Hillebrand selbst das gelernt hat. Otto war jahrzehntelang auch deshalb erfolgreich, weil der Konzern besser darin war als andere, die Hosen, Blusen, Socken auszusuchen, die seine Kunden wollten. Es ist nicht so, dass niemand im Konzern diese Entwicklung hätte kommen sehen und nichts geschehen wäre. Mittlerweile macht die Gruppe 50 Prozent ihrer Handelsumsätze im Netz. Ein Umstrukturierungsprogramm jagt das nächste. Sie alle sollen Otto zur "E-driven-Company" machen.


Doch das Wortgeklingel verrät schon auch viel über die Nervosität im Konzern. Denn es gibt viel zu tun. Schon allein in technischer Hinsicht. Amazon etwa ändert bei einzelnen Produkten mehrmals am Tag den Preis, je nachdem wie andere Händler sich verhalten. Otto, sagt Hillebrand, sei "sehr bald auch technisch" in der Lage, das zu tun. Hillebrands Strategie: Einerseits soll die Kernmarke Otto als zweiter Universalhändler neben Amazon einigermaßen überleben. Andererseits baut er an einer Galaxie kleiner bis mittlerer Stores drum herum. Der Kunde soll online überall auf Otto stoßen, muss es aber gar nicht wissen. Vielleicht auch, weil dann das etwas trutschige Katalog-Image nicht stört, das der Konzern mit sich herumschleppt.


Mit Tarek Müller betreibt die Otto Group eine gemeinsame Firma namens vStores. In ihr sind mehrere Online-Nischen-Shops vereint, ein Spezialshop für Longboards, einer für Trendartikel. Traditionelle Einkäufer, wie es sie bei Otto gibt, die Waren noch vor Ort auswählen, fehlen hier. Ein paar Studenten bestellen einfach via Netz weltweit möglichst billig, was sie kriegen können - ohne allzu große Warenkontrolle. Der Handelsriese wirkt derzeit wie eingeklemmt zwischen dem Weltkaufhaus Amazon und den vielen kleinen Shops, die es alle mehr und mehr ins Internet zieht. Von Zara und H&M bis Gerry Weber und Marc O'Polo. Die eine Zukunftsfrage ist: Warum sollte jemand bei Otto Klamotten kaufen, die er direkt beim Markenhersteller bekommt? Die andere: Warum sollte jemand, der schon Amazon-Kunde ist, zu Otto wechseln? Amazon ist Ottos Alptraum. Nicht nur wegen der Zahlen. Nicht nur, weil der Online-Gigant wächst und wächst und sich ein Handelssegment nach dem anderen vorknöpft.


Sondern vor allem, weil alles, was bei Otto wichtig ist, bei Amazon nicht besonders zählt. Sortiment. Einkauf. Callcenter. Katalog. Beratung. Menschen. Sogar die Produkte. Bei Amazon geschehen Dinge, die ein traditionelles Handelsunternehmen nicht mehr verstehen kann, das stolz darauf ist, in seinen Reihen die Leute mit der besten Sachkenntnis zu haben. Fachleute für Damenunterwäsche, Fachleute für Spielzeug, Fachleute für Waschmaschinen. Wer sich dagegen bei Amazon etwa auf eine Position im Bereich "Einkauf Buch" bewirbt, dem kann es passieren, dass er ein Riesenauswahlverfahren durchläuft, aber nicht ein einziges Mal nach Büchern gefragt wird. Schriftstellerei muss dort auch niemanden interessieren. Amazon kauft ohnehin so gut wie jedes Buch ein, das verfügbar ist.


Den Rest erledigen Computer. Früher verbrachten Experten Tage damit, darüber nachzudenken, wie wohl eine Katalogseite aussehen muss, damit der Kunde möglichst viel kauft. Heute lässt sich das im Web am realen Kundenverhalten durchrechnen. Man stellt verschiedene Varianten online und beobachtet, welche für mehr Umsatz sorgt. Für Philosophie bleibt da kein Raum. Amazon etwa hat ja nicht deshalb so viele Kundenrezensionen auf seinen Produktseiten, um einen besseren Service zu bieten. Man hat nur errechnet, dass der Kunde auf diese Weise am Ende mehr Waren im Einkaufskorb hat. Selbst eine Reihe von schlechten Rezensionen für ein Produkt schadet nicht. Das eine Produkt wird zwar gemieden. Aber dafür werden umso mehr andere gekauft.


Am Ende ist aber auch das eine Frage der Kosten. Amazon stellt Kontakt zwischen Menschen dadurch her, dass Kunden für Kunden freiwillig und ohne jedes Honorar Bewertungen abgeben. Otto bezahlt eine ganze Armee, dass Menschen in Ottos Namen mit Menschen reden. Müller. Und dann fragt er, ob man selbst Erfahrungen mit Callcentern habe. Damit, dass man dort Glück braucht, an einen fähigen Mitarbeiter zu geraten. Ein Computer ist viel professioneller. Er reagiert immer gleich. Tarek Müller hat den Konferenzraum verlassen und führt durch die zwei Etagen seiner Hamburger Zentrale. Zwischen seinen Leuten sitzen auch Otto-Leute. Sie haben sich dem lockeren Stil der Digitalkultur kleidungsmäßig angepasst. Im Grunde könnte hier auch eine Krankenkasse ihre Rechnungsprüfstelle haben.


Nach Kreativität sieht das alles nicht aus. Dann führt er ein Programm vor, das auf den Cent genau ausrechnet, welcher Kunde aus welcher Stadt an welchem Wochentag zu welcher Zeit pro Klick mehr Umsatz bringt. Es ist pure Mathematik. Von dieser mathematischen Kälte dem Kunden gegenüber ist Otto weit entfernt. Das ist sympathisch, aber ein Problem. Wenn Hillebrand heute einen Online-Versandhandel aufbauen müsste, einfach so auf der grünen Wiese, würde er vermutlich mit der Hälfte der Menschen auskommen, die der Konzern heute beschäftigt. Und es müssten andere Menschen sein. Noch ist Otto nicht verloren. Der Konzern verfügt über gigantische Massen an Daten über seine Kunden. Die muss er eigentlich nur nutzen. Etwa um die nächste Milliarden-Euro-Frage im Internethandel zu beantworten: Wie schaffe ich es, dass Kunden nicht nur online einkaufen, wenn sie einen konkreten Wunsch nach Bluse, Hose, Socke haben? Wie schaffe ich es, dass sie auf meiner Seite ziellos bummeln gehen wie sonst nur in der Innenstadt oder in den Einkaufszentren von ECE beispielsweise? Der Shopping-Mall-Betreiber ist auch ein Teil des Otto-Imperiums und wird heute von Alexander Otto gesteuert. Auch die großen Einkaufsmeilen werden es ja schwer haben, wenn Goertz, Karstadt und all den anderen die Ideen ausgehen.


Manneken Pis, Touristenmagnet mit häufig wechselndem Gewand, trug zum ersten Mal Frauenkleidung. Der Brauch der Kostümgabe ist seit 1615 belegt, mit dem Einkleiden der Brunnenfigur erwiesen fremde Herrscher der Stadt ihren Respekt, und Manneken Pis fand sich mit der Zeit in die Rolle des brückenbauenden Würdenträgers ein. Die zeremonielle Übergabe eines neuen Kostüms durch Initiativen und Vereine aus aller Welt ist heute ein augenzwinkender diplomatischer Akt, der feierlich im Rathaus beginnt und mit der volksfestartigen Enthüllung der 56 Zentimeter großen Statue endet. Städtische Gremien überprüfen im Vorfeld die Ernsthaftigkeit der Motivation sowie die Originaltreue des kleinen Gewands. Hunderte Kostüme, zum Beispiel das des Solidarność-Aktivisten, finden sich im nahe gelegenen Museum. In der Schwarzwaldmädeltracht, die die Hamburger Performance-Gruppe Bollenmädels als 1003. Kostüm schenkte, wurde Manneken Pis jetzt auch zum Botschafter zwischen den Geschlechtern.


Unterwäsche gibt es heutzutage quasi "an jeder Ecke". Selbst Lebensmitteldiscounter haben immer wieder derartige Produkte im Programm. Abgesehen davon, dass es sich dabei meist um keine Markenqualität handelt, besteht zudem die Gefahr, dass die extrem preiswerten Stücke schlecht passen, nicht lange halten und schlimmstenfalls noch mit Farbstoffen, Bleichmitteln oder anderen Chemikalien belastet sind. Wenn Sie Damenunterwäsche bekannter Marken kaufen, sind sie hingegen auf der sicheren Seite - und können trotzdem sparen. Werfen Sie doch einfach einen Blick in unseren Sale-Bereich. Hier finden Sie Wäsche-Schnäppchen zu Spitzenpreisen. Höchste Qualität in Kombination mit günstigen Preisen? Da kann das Sonderangebot aus dem Supermarkt einfach nicht mithalten.